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Projektpartner: 
IWARU 

Das IWARU Institut für Wasser, Ressourcen, Umwelt ist ein Institut der Fachhochschule Münster in dem anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Wasser, Umwelt, Ressourcen und Energie durchgeführt wird. Hierfür haben sich neun Professoren und Professorinnen aus den Fachbereichen 'Bauingenieurwesen', 'Energie, Gebäude, Umwelt', 'Architektur' und 'Wirtschaft' zu einem interdisziplinären Team zusammengeschlossen. 
In der Arbeitsgruppe Ressourcen, unter der Leitung von Frau Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme, werden nationale und internationale Projekte im Themenfeld Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement bearbeitet. Hauptarbeitsschwerpunkte sind u.a. die Bewertung und Optimierung von Recyclingprozessen und –anlagen für unterschiedliche Stoffströme. Dazu zählen sowohl Potenzialanalysen als auch die Durchführung von Stoffstromanalysen sowie die Bilanzierung von Abfall-Behandlungsanlagen. Mittels diverser Aggregate im labor- und halbtechnischen Maßstab, z. B. Siebtrommel, Zerkleinerer, Schwingsieb, Nahinfrarot-Trenner, Metallscheider werden praxisnahe Lösungskonzepte für die jeweiligen Fragestellungen entwickelt. 

Nähere Informationen und Kontaktadressen erhalten Sie hier

 

Projekt D

Private Haushalte als urbane Minen – terra incognita der Ressourcenwirtschaft.

Das IWARU der FH Münster wird anhand von drei ausgewählten Häusern in den Untersuchungsregionen jeweils eine detaillierte Material- und Rohstoffanalyse erarbeiten. Diese schließt neben zwei bereits festgelegten Objektklassen (Elektrogeräte und Möbel) eine noch zu bestimmende Objektklasse der mobilen typischen Einrichtung sowie auch das Gebäude als stationären Gegenstand ein. Hierzu werden auf der Basis der Gebäudevolumina/-geometrie die materiellen Zusammensetzungen der Bauwerke nach Material- und Stoffklassen auf Basis vorhandener Datenbestände ermittelt. Da die Stoffkompositionen über längere Zeiträume großen Varianzen unterliegen, sind bei Bedarf altersklassenabhängig unterschiedliche Inventare anzusetzen. Insbesondere sollen vorhandene Analysen, wie sie beispielsweise zur Beschreibung des Gebäudebestandes vorliegen, berücksichtigt werden. Es wird eine differenzierte Bewertung der jeweiligen Nutzungsdauer (Weiternutzung/Einlagerung/Entsorgung) in Abhängigkeit von unterschiedlichen (technischen und monetären) Einflussfaktoren vorgenommen. 

 

Copyright: IWARU, 2007/2008
Copyright: IWARU 2007/2008
Copyright: IWARU, 2007/2008
Copyright: IWARU, 2013
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Catharina Rohde 2012
Copyright: Catharina Rohde, 2012
Copyright: Niklas Heller, 2014
Copyright: Niklas Heller, 2014

Das Team

 

Prof. Dr.-Ing.
Sabine Flamme

Wissenschaftliche Leiterin

Nach Abschluss meines Bauingenieurstudiums an der Fachhochschule Münster arbeite ich seit über 20 Jahren in praxisorientierten Projekten, insbesondere im Bereich der Ressourcenrückgewinnung und Abfallbehandlung. In meiner Zeit im Institut für Abfall, Abwasser und Infrastrukturmanagement Ahlen (INFA) habe ich Projekte mit einem bundesweiten wie auch internationalen Bezug verantwortlich geleitet. Mit meiner Berufung an die Fachhochschule in Münster (Lehrgebiet: Stoffstrom- und Ressourcenmanagement) in 2005 habe ich die Leitung der derzeit 11-köpfigen Arbeitsgruppe Ressourcen im IWARU übernommen. 
Ich habe eine Vielzahl eigener Untersuchungen, u. a. auch zur Rückgewinnung und Entsorgung von unterschiedlichen Bauabfallströmen in Vorträgen und Fachzeitschriften veröffentlicht. 2008 wurde ich in das Kuratorium der Entsorgergemeinschaft der Deutschen Entsorgungswirtschaft e. V. (EdDE) und 2013 in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft e. V. (DGAW) berufen. Seit Anfang 2013 bin ich auch Mitglied in der Arbeitsgruppe Recycling/Nutzungsdauern im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). 


Dipl.-Ing.
Gotthard Walter

Geschäftsleitung

Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der Fachhochschule Münster war ich eineinhalb Jahre in einer technischen Fachbehörde des Landes NRW und neun Jahre in einem Forschungs- und Beratungsinstitut im Bereich der Abfallwirtschaft tätig. Seit 1999 bin ich an der Fachhochschule Münster beschäftigt und im IWARU verantwortlich für die Anbahnung, Organisation und Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement. Insbesondere in den letzten Jahren ist der intelligente Umgang mit Ressourcen in den verschiedenen Stoffströmen stärker in den Fokus der im IWARU beantragten und bewilligten Projekte gerückt.
Neben dieser hauptamtlichen Tätigkeit lehre ich seit 2004 an der Hochschule Osnabrück zum Themenfeld Stoffstrommanagement.


Niklas Heller M.Sc.

Wiss. Mitarbeiter

Nach meinem Bauingenieur-Bachelorstudium an der Fachhochschule Münster mit der Vertiefung der Wasser- und Abfallwirtschaft begann ich 2012 mit dem Master Bauingenieurwesen in der Profillinie Umwelt- und Infrastruktur. Gleichzeitig nahm ich meine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IWARU auf. In meiner Masterarbeit beschäftigte ich mich mit der Aufnahme und Berechnung von in Gebäuden und Quartieren verbauten Ressourcen. Diese Thematik werde ich im Rahmen einer angestrebten Promotion weiter vertiefen. Die Analyse von Gebäuden und deren mögliche Nutzung als Ressourcenlager sind wesentliche Bezugspunkte zum BMBF-Verbund. 


Geiping Porträt

Julia Geiping, Dip.-Ing.

Wiss. Mitarbeiterin

Mein Studium zur Bauingenieurin habe ich 2009 mit meiner Diplomarbeit zum Thema Rückbau von Deponien abgeschlossen. Seitdem bin ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wasser·Ressourcen·Umwelt in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme tätig. Dort habe ich an verschiedenen Forschungsprojekten zur effizienteren Ressourcennutzung mitgearbeitet. Unter anderem habe ich mich mit den Themen Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen und dem Recycling von Elektroaltgeräten beschäftigt. Im Rahmen des Teilprojektes D untersuche ich den Ressourcenbedarf eines Einfamilienhauses.